AGS NRW

69. Meisterfeier der HWK Düsseldorf

Veranstaltungen


Ehrung der Jahrgangsbesten

 

JungmeisterInnen des Jahres 2017 präsentieren sich auf der Meisterfeier der HWK Düsseldorf.

Am 22. April 2018 fand im Congress Center Düsseldorf die 69. Meisterfeier statt. 

Präsident Andreas Ehlert konnte voller Stolz wieder fast 1000 Absolventen der Meisterprüfung begrüßen. Ein Grußwort sprach Tomas Geisel, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf. Die Festrede hielt Prof. Dr. Andreas Pinkwart, NRW- Wirtschaftsminister 

Der Präsident der Handwerkskammer Düsseldorf, Andreas Ehlert begrüßte zunächst die Ehrengäste und beglückwünschte die 979 JungmeisterInnen zu ihrem erfolgreichen Abschluss:

"Dieser Tag und die Zukunft gehören Ihnen!"

Präsident Ehlert äußerte  zu diesem besonderen Tag folgende Gedanken-

mit Blick auf unsere Jungmeisterinnen und Jungmeister …

- der Umstand, dass das Handwerk viele Berufe zu bieten hat, die Sinn machen und die Sinn geben. In unseren 979 Jungmeisterinnen und Jungmeister feiert und ehrt das Handwerk junge Menschen, die einen Beruf für sich gefunden haben, der ihnen zur Berufung geworden ist. Menschen, die sich gesagt haben: Ich will auch zum Meister meines Fachs werden. Ich will mehr wissen, ich will mehr verstehen. Und ich will Verantwortung übernehmen und mein Wissen an andere weitergeben.

mit Blick auf den Themenschwerpunkt „Innovation“ …

- das im Handwerk weitverbreitete Gefühl, dass, wenn man dem `Bürokratiekraken´ in Düsseldorf einen Tentakel abschlägt, ihm zwei neue Fangarme nachwachsen. Einer in Berlin, einer in Brüssel. „Datenschutzgrundverordnung“ und „Gewerbeabfallverordnung“ sind nur zwei aktuelle Beispiele dafür, wie Politik Unternehmen Steine in den Weg legt. Wie soll denn Jungmeistern bei so viel `Bürokratiebelästigung´ Lust auf Unternehmertum gemacht werden? Das schreckt doch nur ab!

Eine ganz grundlegende Erfahrung des Handwerks lautet: Wir brauchen Unternehmer, die den Kopf dafür frei haben, Unternehmer zu sein!

- Bei der derzeitigen Debatte um „Dieselfahrverbote“ handelt es sich ja nicht nur um einen Offenbarungseid der Verkehrspolitik. Sondern auch um ein Trauerspiel über Innovationshemmnisse durch eine irrlichternde Politik. So, wie die Politik mit dem Thema Mobilität umgeht, sorgt sie nicht für Innovation, sondern nur für gewaltige Verunsicherung! Bis auf den heutigen Tag wird der Diesel bei der Mineralölsteuer subventioniert. Jetzt diskutiert man gleichzeitig über Fahrverbote für genau diese subventionierten Fahrzeuge. Und dazu wird mit aller Macht auch noch die Elektromobilität gepusht. Diese verschiedenen Signale der Politik sind schon `ziemlich schräg´, wenn man darüber genauer nachdenkt. Welche Botschaft soll denn da bei den Betrieben oder bei den Verbrauchern ankommen? Ist es wirklich sicher, dass der Elektromotor den Verbrennungsmotor vollständig ersetzen kann? Viele Fachleute sagen voraus, dass die Lösung bei unseren Nutzfahrzeugen oder auch bei Schiffsmotoren in einer ganz anderen Technologie liegen wird. Es gilt also, sich vor vorschnellen Antworten aus der Politik hüten und auch offen zu sein für Innovationen, die niemand vorhersieht. Auch darf die Politik sich nicht im undurchsichtigen Dickicht von Lenkungsmaßnahmen und Förderinstrumente selbst verheddern.

mit Blick auf das Thema „Berufliche Bildung“ …

Berufliche Bildung ist die beste Grundlage für eine breit verankerte Innovationskultur. Das ist keine Bildung im Elfenbeinturm, sondern das ist Bildung im Wettbewerb, in der Lebenspraxis.

Den derzeitigen Fachkräftemangel auf dem deutschen Arbeitsmarkt werden wir nicht dadurch beheben, dass wir noch mehr überflüssige Bachelor-Studiengänge erfinden. Wir werden ihn nur beheben, wenn wir die berufliche Bildung stärken und attraktiver machen.

Elke Büdenbender, die Ehefrau unseres Bundespräsidenten, hat das erkannt. Sie war in dieser Woche hier in Düsseldorf und hat die berufliche Bildung zu ihrem Thema gemacht. Und zu dem ihres Mannes. Sie ruft uns zu: „Wir müssen den jungen Leuten sagen: Berufliche Bildung in Deutschland ist etwas, worum uns die Welt beneidet – schaut euch das an.“

Ich kann mich da nur anschließen und Ihnen allen – ganz besonders den Gästen aus der Politik – zurufen: „Ja, schauen Sie sich das an! Aber tun Sie dann auch etwas dafür!“

mit Blick auf die Entwicklung des Landes Nordrhein-Westfalen …

Das Beste, was das Handwerk für Nordrhein-Westfalen zu bieten hat, sind die 979 Jungmeisterinnen und Jungmeister. Diese haben gezeigt, was in ihnen steckt. Sie fragen nicht danach, welche Ansprüche sie gegen andere stellen dürfen. Sie fragen danach, wo sie anpacken und anfangen können. Sie übernehmen Verantwortung. Sie stehen ihren Mann, ihre Frau als Führungskraft im Unternehmen, als Ausbilder – und vielleicht demnächst als Gründer und Unternehmer mit innovativen Ideen.

An ihnen sollten wir uns alle ein Beispiel nehmen. Wir sollten uns an ihrem Mut, an ihrem Selbstbewusstsein orientieren. Sie sind die Zukunft des Handwerks, sie sind ein starkes Stück Nordrhein-Westfalen! Und wenn wir alle uns diese jungen Leute zum Leitbild nehmen, dann bringen wir auch unser Bundesland Nordrhein-Westfalen gemeinsam nach vorne!

 

Es folgte ein Grußwort von Thomas Geisel. Er beglückwünschte die Meisterpüfungs- Absolventen und dankte deren Unterstützern, den Familien und Partnern. Geisel nannte den Meisterbrief in Anlehnung an die Image- Kampagne des Handwerks ein "Vertables Wertpapier", und, weiter: "Die Berufliche Bildung hat einen hohen Wert." Er zitierte den Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier: "Es ist kein makel, wenn Akademikerkinder die Berufliche Bildung wählen!"

Geisel betonte auch die hohen Investitionen der Stadt Düsseldorf und sein Vorhaben, Fahrverbote wegen (Diesel-)  Feinstaubbelastung möglichst zu verhindern. 

 

Der diesjährige Festredner war Prof. Dr. Andreas Pinkwart, NRW- Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie. Er schloss sich den Glückwünschen seiner Vorredner an und zeigte sich beeindruckt von dieser "größten Meisterfeier". In Anlehnung an die Situation von Fortuna Düsseldorf sagte er, die jungen Meister spielten jetzt in der ersten Liga!. Er lobte das Ehrenamt im Handwerk und die besondere Leistung für die Ausbildung. Lt. einer Umfrage wollen 80 % ihr Wissen ehrenamtlich im Handwerk  weitergeben. Das zeuge von hoher Verantwortung. 

Er beklagte zu viele Abbrüche bei  Beruflicher und Akademischer Bildung und forderte mehr Hilfe bei Problemfällen. Das "Kümmern um sich und andere" mache das soziale NRW aus. Der Minister begrüßte auch die Integrations- Leistung des Handwerks. 10% aller Meister- Absolventen hätten einen Imigrationshintergrund, einen türkischen-  an erster und einenitalienischen an zweiter Stelle. 

Dr. Pinkwart zur Führung von Handwerksbetrieben: Sie müsse Ideen haben für Geschäftsmodelle. Übernahme sei auch Gründung! Nach Umfragen wollten 50% der JungmeisterInnen ein eigenes Unternehmen gründen oder übernehmen. Für Gründer und Übernehmer sei die Meisterfeier ein großes Start Up- Event!

Pinkwart: Viele Absolventen schließen eine eigene Unternehmensführung nicht aus, haben aber noch offene Fragen: Welches Risiko gehe ich ein, auch für meine Familie? Reicht die eigene Eignung und Qualifikation? Er zitierte Präsident Ehlert mit der Aussage, ein Unternehmerpraktikum zu planen.

Weiterhin sprach er die Themen Digitalisierung und Innovation an. Er forderte Offenheit für neues und bezeichnete das Handwerk als Brücke von neuen Technologien zum Kunden. Pinkwart: "Bei Problemen ruft der Kunde das Handwerk an!"

Der Minister schloss mit der Aussage: "Der Staat ist verantwortlich für Bildung, Infrastruktur und Rahmenbedingungen". Für den Rest gälte: "Machen lassen!"

In seinem Schlusswort dankte Präsident Ehlert dem Minister für seine "Mut machende Rede!" "Wer Freiheit will, muss auch Verantwortung übernehmen!"

Es folgte die Ehrung der 20 Jahrgangs- Besten durch Präsident Ehlert und den Minster. Den Meisterbrief erhielten stellvertretend Absolventen u.a. aus dem Bereichen Optik, Bestattungsgewerbe, Elektrotechnik, Friseurhandwerk, Gebäudereinigung, Installation&Heizungsbau, KFZ-Technik, Tischler und Steinmetz- Handwerk  u.v.m..  Zur Meisterbrief- Verleihung wurden die Preisträger kurz vorgestellt. Dazu gehörten folgende Aussagen:

  • Ich schätze die Möglichkeit, Probleme kreativ zu lösen!
  • Ich schätze die verantwortungsvolle, eigenständige Arbeit!
  • Ich habe mich für den Meister entschieden, damit mir alle Türen offen stehen!
  • Der Beruf ist einfach abwechslungsreich!
  • Ich fühle mich für die Zukunft bestens gerüstet!
  • Ich bin stolz auf die fachgerechte Umsetzung von Kundenwünschen!
  • Jeder Tag bringt neue Herausforderungen!

Für die musukalische Unterhaltung sorgte das Jazz-Pop-Rock-Band des Landespolizeiorchesters NRW unter der Leitung von Hans Steinmeier.

Fazit von mir als einer der Ehrengäste: Es ist dem Handwerk wieder einmal gelungen, den fast 1000 Jung- Meisterinnen und Meistern eine beeindruckende Meisterfeier auszurichten. Gleichzeitig war die Veranstaltung eine gelungene Werbung für das Handwerk. Mögen sich viele junge Leute für die berufliche Bildung gewinnen lassen. Das Handwerk versteht jedenfalls die Zeichen der Zeit und rüstet auf für die Zukunft.

André Brümmer

(Ehrenvors. AGSNRW)

 

 

 
 

AGS aktuell:

Termine: Bitte aktuelle Termine beachten unter der Rubrik: "Termine", Kopfleiste.

Zitat(e) des Monats:

Die SPD ist nicht auf der Höhe der Zeit“. 

Peer Steinbrück, 03.03.2018 im Spiegel

 

 Ein Zitat, stets aktuell:

"Und sie (die SPD) muss sich dafür verantwortlich fühlen, dass wir genügend Leute haben, die ein Unternehmen gründen oder durch eine klassische Berufsausbildung oder ein Studium auf dem Arbeitsmarkt ein ordentliches Einkommen erzielen können."

Olaf Scholz im "Spiegel" 4.6.2016

"...die SPD muss auch zur Partei der Selbstständigen werden.“  

Martin Schulz, FMG 10.2017 zur Erneuerung der SPD

Ein Zitat, dass auch in Zukunft Geltung haben muss:

"Die SPD ist mehr als der Betriebsrat der Nation! Wir müssen den Beweis erbringen für Wirtschaftskompetenz bei der SPD".

Sigmar Gabriel auf der Bundeskonferenz der AGS, Berlin, 28.03.2014

Dazu aus einem "Bild"-Interview am 31.7.2014: "Die SPD darf sich nicht damit zufrieden geben, für die soziale Seite der Gesellschaft zuständig zu sein"

 

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