AGS: Arbeitsgemeinschaft Selbständige in der SPD

Ausbildung im Handwerk unterstützen!

Schule und Bildung

Der Info-Dienst „ZDH-Kompakt“  des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks stellt regelmäßig Positionen des Handwerks zu aktuellen politischen Themen zur Verfügung und ist ein Service für seine Ansprechpartner in den Parlamenten, Ministerien und Parteien, Verbänden und Interessenten aus allen gesellschaftlichen Bereichen. In der "AUGUST 2018"- Ausgabe geht es ihm um Berufliche Ausbildung. 

 

Berufliche Ausbildung auf hohem Niveau und in hoher Qualität ist ein zentrales Anliegen des deutschen Handwerks. Betriebe und Organisationen engagieren sich, um junge Menschen mit einer umfassenden und zukunftsfähigen Qualifizierung die Basis für einen erfolgreichen beruflichen Lebensweg zu geben. Dabei kümmert sich das Handwerk insbesondere auch um Hauptschulabsolventen und junge Menschen mit Migrationshintergrund.

 

 

Hohe Ausbildungsqualität im Handwerk - Klein- und Kleinstbetriebe unterstützen

SACHSTAND

Das Handwerk als personalintensiver Wirtschaftsbereich mit über 5 Millionen Beschäftigten ist wie kaum eine andere Branche auf beruflich qualifizierte Fach- und Führungskräfte angewiesen. Die Betriebe des Handwerks selbst bilden 27 % aller Auszubildenden der Gesamtwirtschaft aus. Sie geben dabei in höhe- rem Maße als andere Wirtschaftsbereiche auch jungen Menschen mit schwieri- geren Ausgangsvoraussetzungen eine Chance. Das Handwerk ist der Wirt- schaftsbereich mit dem höchsten Anteil an Hauptschulabsolventen (43,7 %). Zudem absolviert knapp die Hälfte (48,4 %) der Auszubildenden aus den acht nichteuropäischen Asylzugangsländern eine Ausbildung im Handwerk und damit deutlich mehr als es seinem Anteil (27 %) an allen Auszubildenden der Wirt- schaft entspricht.

Integrations-, Förder- und Unterstützungsbedarfe nehmen zu. Dies stellt Klein- und Kleinstausbildungsbetriebe zunehmend vor komplexe Herausforderungen.

WAS IST ZU TUN?

Um die hohe Ausbildungsleistung und -qualität des Handwerks stetig weiter zu verbessern, stellen Handwerkskammern und Innungen zahlreiche Beratungs-, Austausch- und Schulungsangebote bereit und unterstützen die Betriebe indivi- duell vor Ort.

Aufgrund der wachsenden Herausforderungen an die betriebliche Ausbildung gewinnen diese qualitätsfördernden Unterstützungsstrukturen zunehmend an Bedeutung:
Die überbetriebliche Unterweisung im Handwerk sichert den Erwerb einzel- betriebsübergreifender fachlicher Qualifikationen. Auf gleichbleibend hohem Qualitätsniveau werden Ausbildungsinhalte vermittelt und Azubis in den Bil- dungszentren des Handwerks individuell betreut.

Handwerkskammern, Innungen und Kreishandwerkerschaften bieten ein vielfältiges Beratungs- und Unterstützungsprogramm für Betriebe (z. B. Schulungen für Ausbilder), die neu in die Ausbildung einsteigen oder ihre Ausbil- dungsqualität kontinuierlich verbessern wollen. Ausbildungsberater und Lehr- lingswarte stehen als Ansprechpartner für Betriebe und Auszubildende bereit, um in allen Fragen rund um die Ausbildung zu beraten und die Ausbildungsqualität zu kontrollieren.
Das Handwerk erarbeitet darüber hinaus Instrumente, Maßnahmen und Projekte (z. B. Projekt primAQ der Handwerkskammer Hannover) für eine kontinuierli- che Entwicklung der betrieblichen Ausbildungsqualität und stellt sie für die Betriebe bereit (u. a. im Rahmen von JOBSTARTERplus und BIBB-Projekten). So werden alle Ausbildungsbeteiligten mit dem Ziel weitergebildet, die Ausbil- dungsaufgabe und -rolle weiter zu entwickeln.

Als Mitinitiator der Initiative VerA (Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen) des Senior Expert Services unterstützt die Handwerksorganisation ehrenamtliche Ausbildungsbegleiter bei der individuellen Betreuung von Auszubildenden bei persönlichen und fachlichen Problemen, mangelnder Motivation und bei der Prüfungsvorbereitung.

WAS IST ZU TUN?

Um die Ausbildungsqualität der Klein- und Kleinstunternehmen bei der Bewältigung der wachsenden Herausforderung in der betrieblichen Ausbildung auch zukünftig auf hohem Niveau zu halten, hat das Handwerk die folgenden Forderungen:

  • eine stärke und nachhaltige Ausrichtung des JOBSTARTERPlus- Programms auf die Förderung eines externen Ausbildungsmanagements

  • Förderung von Qualitätsberatern für die Betriebe

  • ein auch in strukturschwachen ländlichen Räumen erreichbares, qualitätiv hochwertiges Angebot an ausbildungsbegleitenden Hilfen und Assistierter Ausbildung.

Über Fakten und Hintergründe zum Thema sowie Erwartungen an die Politik, darüber informiert ZDH-Kompakt.

Diesen Dienst verstehen wir wie immer auch als Angebot zum Gespräch und freuen uns über Ihre Anmerkungen (E-Mail an: handwerkspolitik@zdh.de).

 

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