AGS: Arbeitsgemeinschaft Selbständige in der SPD

Handwerk lädt nach Düsseldorf ein

Veranstaltungen


Präsident Ehlert begrüßt die Gäste

Düsseldorf, 16.Januar 2020

Der Dachverband des NRW- Handwerks, Handwerk.NRW beging das traditionelle Dreikönigsteffen in Düsseldorf.

Die Festrede hielt NRW- Finanzminister Lutz Lienenkämper zum Thema: „Finanzpolitik als Standortpolitik“. 

Schon am Nachmittag veranstaltete Handwerk.NRW das „Dreikönigsforum“.Thema:

Unruhige Zeiten. Krisenkommunikation von Politik und Unternehmen in der digitalen Welt.

 Vorweg begrüßte  Präsident Andreas Ehlert die Gäste, unter Ihnen ZDH- Präsident Peter Wollseifer.

Präsident Ehlert betonte, dass Krisenkommunikation ein wichtiges Thema für Politik und Wirtschaft und damit auch für das Handwerk sei.  Der Weg zum Dialog sei: Ehrlich, aufrichtig und demütig!

Die anschließende Diskussion moderierte der Publizist Ulrich Reitz , der schon für die RP, die WAZ und den Focus tätig war. Er stellte die Podiumsteilnehmer vor: 

Olaf ArndtSenior Partner der renommierten Strategie- und Kommunikationsberatung DeekelingArndt/AMO,

 Matthias Heidmeier, Hauptgeschäftsführer des Westdeutschen Handwerkskammertags,

 Prof. Dr. Markus Kiefer von der FOM-Hochschule 

und

 Regierungssprecher Christian Wiermer aus der NRW- Staatskanzlei  

Ulrich Reitz sprach Beispiele für misslungene Krisenkommunikation an und empfahl Präventionsmaßnahmen, bevor es zur Krise komme. Unternehmen müssten im Krisenfall mit einer Stimme sprechen. 

„Muss man immer die Wahrheit sagen?“ so lautete eine Frage, auf die die Teilnehmer differenziert antworteten. Beispiele: 

  • Man muss nicht alles sagen, was man weiß. 
  • Das, was man sagt, muss stimmen.
  • Bedrohliche Situationen verlangen manchmal, die Interessen der eigenen Organisation zu vertreten (Notlügen).

Festgestellt wurde, dass sich die Bedingungen für Stellungnahmen in den letzten Jahren verändert haben. Die Öffentlichkeit ist kritischer geworden, Social Media verlangt schnelle Antworten. Die Nutzer von Social Media sind hemmungsloser geworden. 

Im Handwerk, so eine Erkenntnis der Runde, wird  innerbetriebliche Kommunikation noch wichtiger.  Zur Krisenkommunikation gehört der Umgang mit WEB- Bewertungen. 

Fazit des Forums: Handwerk hat die Aufgabe, mit den kleinen Krisen des Alltags umzugehen.

 

Hans-Joachim Hering,  (Präsident Unternehmerverband Handwerk NRW) dankte in einem Schlusswort den Teilnehmern der Runde für spannende Diskussionen.

 

Am Abend begrüßten HANDWERK.NRW-Präsident Ehlert und DZ-Vorstandsmitglied Dr. Christian Brauckmann den Finanzminister des Landes Nordrhein-Westfalen, Lutz Lienenkämper. Der hielt seine Festrede zum Thema "Finanzpolitik als Standortpolitik". Bemerkenswert war die Äußerung von Minister Lienenkämper, die derzeit hohen Steuerüberschüsse des Landes sparen zu wollen.

Kommentar : Gutes Krisenmanagement und Standortpolitksehen anders aus. Unternehmerisch gedacht und gehandelt wäre, verfügbare Überschüsse zu investieren, um möglichen Krisen präventiv zu begegnen. Alte Schulden zu tilgen um zukünftig mehr Spielraum zu erhalten, wäre auch noch vertretbar. Aber Steuerüberschüsse nur zu sparen zeugt von unvertretbarer Einfallslosigkeit!

Ein Besuch der Sternsinger und die Einladung zu einem schmackhaften Essen rundeten die gelungene Veranstaltung ab. 

Gast der Veranstaltung und Berichterstatter:

André Brümmer

 

Auch der WHKT- Report greift das Thema Krisenkommunikation in seiner ersten Ausgabe in 2020 auf:

Zukunftsthema
Krisenkommunikation
Rezo, Dieselskandal, Kundenbeschwerde: Krisen- kommunikation kennt viele Themen und Formen. Sie betrifft Politik ebenso wie Unternehmen. Anlässlich des traditionellen Dreikönigsforums von Hand- werk.NRW erläuterte der Hauptgeschäftsführer des WHKT, Matthias Heidmeier, dass Handwerksbetrie- be zunehmend Bedarf sehen, systematisch Krisen - potenziale aufzuspüren, um diesen im Ernstfall pro- fessionell zu begegnen. Anlässe für Krisenkommuni- kation sind vielfältig. Soziale Netzwerke spielen hier eine Rolle. Doch der Umgang mit Bewertungen, mit Kundenkritik ist nicht alles. Die Risikoanalyse ist ebenso relevant für das Management innerbetriebli - cher Veränderungsprozesse, so Heidmeier. Wenn ein Handwerksbetrieb die Digitalisierung seiner Pro- zesse vorantreibt oder eine Unternehmensnachfolge ansteht, kann das Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verunsichern. Proaktive Krisenkommunikation be - deutet in dieser Situation, sich von Beginn an neben den »harten« Zahlen, auch mit der Beziehungsebene zu befassen, so Heidmeier, denn beim Handwerk steht der Mensch im Mittelpunkt. 

-AB-