AGS NRW

Meisterpflicht wieder eingeführt: Mehr Qualität und Sicherheit

Arbeit und Wirtschaft

Presseerklärung der AGSNRW

Herne/Berlin, d. 16.12.2019. Die Arbeitsgemeinschaft Selbständige in der SPD (AGS) begrüßt die Wiedereinführung der Meisterpflicht für 12 Berufe in 2020, so Carsten Bielefeld, Vorsitzender der AGSNRW. Das ist eine gute Entscheidung der Bundesregierung für das Handwerk und für die Verbraucher!

Der Meisterbrief ist für Verbraucher ein Gütesiegel und hilft ihnen bei der Suche nach einem Betrieb, der durch entsprechende Ausbildung Qualität und Sicherheit liefern kann.

Im Jahr 2004 entfiel durch eine Änderung der Handwerksordnung für viele Berufe die Zulassungspflicht und damit der Anreiz, den Meistertitel zu erwerben. Die Folge war eine hohe Zahl von Betriebsschließungen und damit verbunden der Verlust von festen Arbeits- und Ausbildungsplätzen. An deren Stelle traten in der Regel Ein-Mann-Betriebe, oft ohne Qualifikation.

Die Qualität der Arbeit habe sich in bestimmten Gewerken „teilweise deutlich verschlechtert“,

so Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes deutscher Handwerker (ZDH),

Die Angebote waren meist billig, aber oft nicht fachgerecht ausgeführt.

Für 12 Berufe wird sich das im nächsten Jahr wieder ändern. Ein selbständiger Handwerker muss dann wieder die Meisterprüfung oder einen vergleichbaren Abschluss nachweisen. Das gilt z. B. für Fliesenleger. Dieser Beschluss trägt zur Verbesserung der Qualität und Sicherheit bei und ermöglicht wieder mehr Ausbildung in den betroffenen Berufen. Das ist gut für das Handwerk und die Verbraucher, davon ist die AGS überzeugt.

Aber wir fordern eine vollständige Gleichstellung was die Kosten für die Meister/Techniker- Ausbildung betrifft, so Carsten Bielefeld , wenn schon der gleiche Titel(Bachelor Professonal, dann auch keine Kosten für diese Ausbildung (Prüfungsgebühren, Semestergebühren,..)

Dafür setzt sich die AGS seit Jahren ein.

Carsten Bielefeld, Vorsitzender der AGSNRW

https://www.agsnrw.de/meldungen/meisterpflicht-wieder-eingefuehrt-mehr-qualitaet-und-sicherheit/ 

Im Jahr 2004 entfiel durch eine Änderung der Handwerksordnung für viele Berufe die Zulassungspflicht und damit der Anreiz, den Meistertitel zu erwerben. Die Folge war eine hohe Zahl von Betriebsschließungen und damit verbunden der Verlust von festen Arbeits- und Ausbildungsplätzen. An deren Stelle traten in der Regel Ein-Mann-Betriebe, oft ohne Qualifikation.   Die Qualität der Arbeit habe sich in bestimmten Gewerken „teilweise deutlich verschlechtert“, so Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes deutscher Handwerker (ZDH),

Die Angebote waren billig, aber oft nicht fachgerecht ausgeführt. 

Für 12 Berufe wird sich das im nächsten Jahr wieder ändern. Ein selbständiger Handwerker muss dann wieder die Meisterprüfung oder einen vergleichbaren Abschluss nachweisen. Das gilt z. B. für Fliesenleger. Dieser Beschluss trägt zur  Verbesserung der Qualität und Sicherheit bei und ermöglicht wieder mehr Ausbildung in den betroffenen Berufen. Das ist gut für das Handwerk und die Verbraucher, davon ist die AGS überzeugt.  

Dazu die SPD- Bundestagsfraktion: Die SPD-Bundestagsfraktion ist davon überzeugt, dass der Meisterbrief im deutschen Handwerk die beste Garantie für Qualitätsarbeit, Verbraucherschutz, Leistungsfähigkeit und Innovationskraft liefert. Die Meisterpflicht trägt außerdem durch eine hochwertige berufliche Aus- und Weiterbildung maßgeblich zur Sicherung des Fachkräftenachwuchses bei. Ziel ist, mehr Qualität für die Kundschaft und mehr Nachwuchs im Handwerk durch eine bessere Ausbildung.

Dazu erklärt Dirk Wiese MdB aus dem Hochsauerlandkreis:  „Vor knapp einem Jahr hatte die Koalitionsarbeitsgruppe ‘Meisterbrief‘ ihre Arbeit aufgenommen und die Wiedereinführung der Meisterpflicht in einigen Gewerken geprüft. In diesem Zusammenhang wurden die einzelnen Gewerke, Gewerkschaften und Verbände in einem breiten Beteiligungsverfahren eingebunden. Das Engagement hat sich gelohnt. Mit der Wiedereinführung stärken wir das Handwerk.

Der Meisterbrief steht nach wie vor für Qualität und Verbraucherschutz. Gutachten haben gezeigt, dass Meisterbetriebe länger am Markt bestehen. Das gibt den Kunden Sicherheit. Zudem investieren die Betriebe häufiger in Ausbildung sowie Innovationen und sorgen so für gute Arbeitsqualität.

Aus diesen Gründen wird die Meisterpflicht unter Einhaltung der Vorgaben des deutschen Verfassungsrechts und des Europarechts ausgeweitet. Entscheidende Kriterien dafür sind Gefahrengeneigtheit und Kulturgüterschutz. So kann die falsche Ausübung einer Tätigkeit die Gesundheit Dritter gefährden. Diese Gefahr besteht beispielsweise bei Estrichlegern oder Lichtreklameherstellern. Durch eine umfassende und hochwertige Ausbildung wird dieses Risiko bei gefahrgeneigten Gewerken reduziert. Beim Kulturgüterschutz geht es darum, den Wissenstransfer in zukünftige Generationen zu sichern. Dies betrifft Gewerke, die mit Kulturgütern arbeiten und kaum noch ausgeübt werden. Davon betroffen sind zum Beispiel Böttcher oder Drechsler.

Für die Handwerker, die aktuell keinen Meister haben, wird es einen Bestandsschutz geben.

Neben der Rückführung muss es allerdings weitere Reformen geben. Es ist daher gut, dass der Bundeswirtschaftsminister, Zentralverband des deutschen Handwerks und Deutscher Gewerkschaftsbund zugesagt haben, den in der vergangenen Wahlperiode begonnenen Branchendialog wieder aufzunehmen. Gemeinsames Ziel muss es sein, die Tarifbindung im Handwerk zu stärken. Nur so bekommen wir Fachkräfte tatsächlich ins Handwerk“, so Wiese.