AGS: Arbeitsgemeinschaft Selbständige in der SPD

NRWCDU ist auf falschem Weg

Landespolitik

Ausbildungsförderung verliert bei NRW-CDU Unterstützung!

Nach 10 Jahren soll das erfolgreiche Programm „Starthelfende“ auslaufen, dass ca. 14.000 in Ausbildung vermittelt hat, die Schwierigkeiten beim Start ins Berufsleben hatten. Minister Laumann will lieber mit „eigenen“ Programmen glänzen, anstatt bewährtes zu erhalten. Dafür nimmt er Steuergeld- Verschwendung in Kauf und handelt zulasten von zukünftigen Auszubildenden.

Die AGS kritisiert, dass Laumann bewährte Strukturen zugunsten der eigenen Profilierungssucht zerstört, und das zulasten junger Menschen und der Steuerzahler!

André Brümmer: "Dieses Vorhaben von Minister Laumann muss gestoppt werden! Solange es für "Starthelfende" kein erwiesenermaßen besseres Projekt gibt, muss es erhalten bleiben"

 

Aus: WHKT- Report 2/2018: 

Ausgerechnet im zehnten Jubiläumsjahr der Starthelfenden kündigte Minister Laumann in einem Pressegespräch Ende Januar an, das Programm nicht weiter fördern zu wollen. Gleichzeitig wies er auf neue Programme und Prioritätensetzungen hin, die Jugendlichen, die Schwierigkeiten beim Start ins Berufsleben haben, wesentlich wirksamer helfen sollen.

Aus Sicht der 14.000 Jugendlichen, die in den letzten zehn Jahren von den Starthelfenden in Ausbildung vermittelt wurden sowie der entsprechenden Betriebe, die durch deren Unterstützung einen passenden Auszubildenden fanden, ist dies schwer nachzuvollziehen. Alleine im Jahr 2017 fanden 1.650 Jugendliche mit Hilfe des Programms einen Ausbil- dungsplatz.

Wirft man einen Blick auf die Kosten, entsteht folgendes Bild: Für das neue Ausbildungsprogramm von Minister Laumann, mit dem 1.000 zusätzliche Ausbildungsplätze in 2018 sowie 1.000 weitere in 2019 geschaffen werden sollen, werden jeweils 33 Millionen EUR zur Verfügung gestellt, d.h. 33.000 EUR pro Ausbildungsplatz. Geht man von einer drei-jährigen Ausbildung aus, bedeutet dies, dass pro Jugendlichem 11.000 EUR je Ausbildungsjahr aus Steuergeldern aufgewendet werden. Im Vergleich belaufen sich die Kosten für die Vermittlung eines Jugendlichen in Ausbildung im Programm »Starthelfende« auf einmalig ca. 1.200 EUR. Die Starthelfen- den vermitteln jährlich 1.650 Jugendliche in Ausbildung und akquirieren rund 1200 zusätzliche Ausbildungsstellen (Zahlen aus 2017).

Die Effizienz des Starthelfer-Programms ist nicht zu bestreiten und basiert im Wesentlichen auf zwei Erfolgsfaktoren: Dem großen Netzwerk, das im Laufe der letzten zehn Jahre kontinuierlich ausgebaut wur- de und der Tatsache, dass die Starthelfenden bei den Kammern ansässig sind, »ihre« Betriebe kennen und über deren freien Ausbildungsplätze immer auf dem Laufenden sind.

Am Programm »Starthelfende« beteiligen sich die sieben Handwerkskammern in Nordrhein-Westfalen, 13 Industrie- und Handelskammern sowie der Bauin- dustrieverband NRW. Das Programm wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales gefördert.