AGS: Arbeitsgemeinschaft Selbständige in der SPD

Ökonomische und berufliche Bildung

Veranstaltungen

Ein kompetentes TEAM! (QUELLE: HWK)

Düsseldorf, 26.09.2019: Walter-Eucken-Workshop des Kompetenzzentrums der HWK Düsseldorf und PARTNERN zum Thema:

Perspektiven der ökonomischen und beruflichen Bildung in NRW.

Zum neuen NRW- Schulfach Wirtschaft  referierte Yvonne Gebauer MdL, Ministerin für Schule und Bildung.

Dazu eine Pressemitteilung des Handwerks:

Diskussion zum Status der ökonomischen Bildung

Pressemitteilung Nr. 57 vom 26.9.2019

Ministerin Gebauer: Schulfach "Wirtschaft" soll Berufswahl in Richtung des dualen Qualifikationswegs fördern.

 "Das Schulfach Wirtschaft ist ein ganz wichtiger Reformschritt, der helfen kann, den Zusammenhang von ökonomischer und beruflicher Bildung zu stärken", würdigte der Präsident der Handwerkskammer Düsseldorf, Andreas Ehlert, die bedeutendste curriculare Veränderung im NRW-Schulsystem der letzten Jahre. Ehlert sprach am Donnerstag auf einer Tagung des Kompetenzzentrums Soziale Marktwirtschaft der Kammer mit der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, mit dem Radein Seminar (Forschungsseminar Radein zum Vergleich von Wirtschafts- und Gesellschaftssystemen e.V.), VÖBAS (Verband Ökonomische Bildung an allgemeinbildenden Schulen) und der List-Gesellschaft. 19 Wissenschaftler, Politiker, Praktiker aus der Wirtschaft und Pädagogen brachten auf der Bildungskonferenz unter dem Titel "Ökonomische und berufliche Bildung" ihre Expertise aus den jeweiligen Fach- und Verantwortungsbereichen für praktikable Verbesserungsansätze der Berufsorientierung ein.

Das neue Schulfach Wirtschaft solle mit Blick auf die akute Fachkräftelücke nicht zuletzt die Berufswahlentscheidung in Richtung des dualen Qualifikationswegs stärken, bestätigte Ministerin Yvonne Gebauer entsprechende Erwartungen des Handwerks und der versammelten Bildungsfachleute.

Einen kritischen Impuls zum Stand der Ökonomischen Bildung in Deutschland den Stand vorhandenen Anwendungswissens betreffend setzte vor den rund 200 Gästen aus Wirtschaft, Bildungsinstitutionen und Öffentlichem Leben Prof. Dr. Dirk Loerwald von der C.v.Ossietzky-Universität Oldenburg. Die Debatte öffnende Impulse steuerten neben HWK-Präsident Ehlert außerdem Prof. Dr. Christian Müller (Universität Münster) und Kammerhauptgeschäftsführer Dr. Axel Fuhrmann bei.

 

Dazu auch ein Kommentar von André Brümmer, der als "ständiger Gast" auch diese Veranstaltung besuchen durfte. 

Ein Schulfach "Wirtschaft" wird dazu beitragen, dass junge Menschen auf ihre Rolle als  "Mündige Bürger mit Wirtschaftskompetenz" vorbereitet werden. Ökonomie spielt für das Leben in unserer Gesellschaft eine bedeutende Rolle. Unsere Schüler*innen werden durchaus berechtigt mit Wissen über Kultur ausgestattet, wissen aber über wirtschaftliche Zusammenhänge kaum Bescheid und werden damit auf ihr Leben als mündige Bürger und Verbraucher unzureichend bis gar nicht vorbereitet. Wirtschaftliche Bildung kann auch vor den Fakes der Populisten behüten. 

Wenn es der CDU/FDP- Landesregierung wirklich um diese Ziele geht, muss sie allerdings mehr tun, als "Worthülsen" in den Unterrichtsplan einzufügen. Ein dauerhaft verankerter Studiengang "Wirtschaft" und entsprechende Weiterbildungsangebote für Lehrer*innen ist unabdingbar. Übereilte "Erfolgsmeldungen" waren wichtiger als gründliche Vorbereitung unter Einbindung aller relevanten Gruppen. Die zusätzliche  Finanzierung des Vorhabens bleibt nebulös. 

All diesen Fragen wich Ministerin Gebauer aus, indem sie nach ihrem Themenbeitrag die Veranstaltung "fluchtartig" verließ. Weniger Verlesung von Textbausteinen und ersatzweise die Bereitschaft, sich ggf. auch kritischen Fragen zu stellen, wäre besser gewesen.

Das ändert aber nichts daran, dass sich der Besuch dieser Veranstaltung wieder sehr gelohnt hat.  Der HWK Düsseldorf und den eingebundenen Partnern ist es gelungen, erfolgreich über "ihren Tellerrand" zu schauen und wichtige gesellschaftliche Themen aufzugreifen. DANKE!