AGS NRW

Wünsche für 2020 und darüber hinaus...

Allgemein


Beim tranchieren der Weihnachtsgans

Weihnachtszeit:

Zeit für Geschenke und Überraschungen

Egal, ob das Christkind, der Weihnachtsmann, Väterchen Frost oder wer sonst zuständig ist: Zum Jahresende erwarten die Bundesbürger*innen Geschenke. Wer gibt, möchte auch empfangen. So auch dieses Jahr.  

Die Krawatte, der Tankgutschein, das  Fläschchen Parfüm oder sonst noch übliches steht auf der Gabenliste.  Viele Menschen, egal, ob Wählerinnen und Wähler  oder Daheimgebliebene, erwarten von den sie regierenden oder nur verwaltenden sogenannten Volksvertreter*innen auch etwas. Wenigstens  etwas. Nicht viel. Wenigstens nur guten Willen. Falls sie nicht längst resigniert haben und nichts mehr erwarten. 

Oder sich etwas alternatives wünschen. Auch wenn sie dann böse überrascht werden könnten (Spruch unserer Eltern, der heute nicht mehr gelten kann: „Das habe ich nicht gewusst!???“)

Ich weiß nicht, was die Erwartungen des geneigten Lesers (egal, ob mit ...in, oder*) an die Politik sind. Aber ich habe selbst Erwartungen. Die nteressieren Sie/Euch nicht? Es gibt keinen Zwang , weiterzulesen.

 Es folgen jetzt nicht die Worte des großen Mao Tse-tung aus der Mao-Bibel (https://maoistdazibao.wordpress.com/2015/07/27/worte-des-vorsitzenden-mao-tse-tung/) die ich in meiner Studentenzeit noch ehrfürchtig gelesen habe, aber, ich muss es gestehen, nie auswendig konnte. 

Es folgen auch keine Zitate aus der Bibel (Kein Bezugsquellennachweis nötig, die steht in jedem Haushalt. Oder bei Oma.

Oder Aphorismen großer Geister (Siehe: Internet oder Kulturteil der FAZ). 

Es folgen nur Wünsche eines seit über 50 Jahren politisch aktiven Menschen. Freilich ohne allzu große Erwartung auf Erfüllung.

Mein persönlicher WUNSCHZETTEL, ich wünsche mir:

  • Das der Klimawandel und seine drohenden Folgen dazu führt, dass jenseits von Klientelpolitik überfällige Entscheidungen getroffen werden: Erhalt der Lebensgrundlagen auf unserem Planeten für Mensch und Tier. Nehmt die Sorgen junger Menschen endlich ernst! Sorgt dafür, dass durch kluge Entscheidungen möglichst viele Menschen „mitgenommen“ werden auf einem steinigen, aber gangbaren Weg. Ein Baustein auf dem Weg zu einem besseren Klima ist innovative Mobilität. Sie ist eine Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Die AGS hat den diesjährigen Wirtschafts- und Innovationspreis an Unternehmen vergeben, die hierbei aktiv sind (Bericht).

  • Eine erneuerte SPD, die verantwortungsvoll und trotzdem linientreu agiert. Auch hierzu Berichte: „Statement der AGSNRW zur Wahl der neuen SPD- Bundesvorsitzenden“ und„Presseerklärung der Bundes- AGS“ zum gleichen Thema. Bei der Erneuerung der SPD hilft auch gerne der neue Vorstand (Bericht) der AGSNRW, der auf seiner Landeskonferenz gleich drei Anträge auf den Weg gebracht hat (Bericht)

  • Sozialer Ausgleich für ein Land, in dem alle gut und gerne leben (können)!

Wir sozialdemokratische Unternehmer*innen denken auch daran dass es unseren Mitarbeiter*innen gut geht. Die Friedrich-Ebert-Stiftung hat passend dazu einen Artikel zur Mitarbeiterbeteiligung veröffentlicht (Bericht).

  • Einen Wunsch teile ich mit dem Handwerk: Mehr Anerkennung und eine Finanzierung der beruflichen Bildung, die mit der  der akademischen Bildung vergleichbar ist. Auch dazu ein Bericht der FES und ein Antrag der AGSNRW (Siehe: Wunsch2)

Nach diesen, sieht man vom Klimawandel ab, eher kleinen Wünschen noch ein ganz großer:  

  • Frieden. Bei uns, unseren Nachbarländern, anderen Kontinenten, aber auch im Nachbarhaus. Es sind nicht nur die Trumps, Putins, Erduans. Ob  Kim Jong Un,  Netanjahu, Orban, Kaczynski, oder andere  Möchtegern- „Führer“ wie Höcke oder Gauland: Sie alle bedrohen den Frieden der Völker und Nationen. 

Wir können und müssen mehr für den Frieden tun: Statt Rüstungsexporte an „gute“ und „weniger gute“ Despoten und Aufrüstung (2%-Ziel) deutlich mehr Ausgaben für Entwicklungshilfe und die Hilfstöpfe der Vereinten Nationen. Wer sich traditionell für den Weltfrieden einsetzt (Alte sozialdemokratische Tradition), sollte damit auch  beim Nachbarn anfangen. 

Braucht die alte Frau im ersten Stock Hilfe? Oder auch nur ein freundliches Wort? Können wir dem syrischen Mädchen in der Nachbarschaft dabei helfen, die deutsche Sprache besser und schneller zu lernen? Es gibt viel zu tun.

Bert Brecht hat in seinem Friedenslied vieles aufgenommen, was heute noch aktuell ist. Hier ein Auszug. Und damit, zum Ende des Jahres:

Unbeschwerte Feiertage und ein Jahr 2020, in dem vielleicht doch die Erfüllung des einen oder anderen Wunsches etwas näher rückt

Schön wär´s, meint

André Brümmer

Friedenslied

Friede in unserem Lande!
Friede in unserer Stadt,
daß sie den gut behause,
der sie gebauet hat.

Friede in unserem Hause!
Friede im Haus nebenan!
Friede dem friedlichen Nachbarn,
daß Jedes gedeihen kann.

 Friede der Frau und dem Manne!
Friede dem Greis und dem Kind!
Friede der See und dem Lande!
Daß sie uns günstig sind.

Bertolt Brecht (nach Pablo Neruda)